Neues Förderprogramm für Unternehmen

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Förderangebot der KfW startet im Januar 2019 Zum Jahresbeginn 2019 startet das neue Förderangebot der KfW zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Wärme-Technologien für Unternehmen. Damit wird das KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme (294) abgelöst.

Das BMWi strukturiert die bisherigen Förderangebote im Bereich Energieeffizienz neu. Das neue Förderangebot „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Kredit“ (295) unterstützt entsprechende Maßnahmen durch zinsgünstige Kredite der KfW (bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten) in Verbindung mit Tilgungszuschüssen aus Mitteln des BMWi. Alternativ kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Investitionszuschuss beantragt werden. Da der Bundesregierung an einem zügigen Start der Förderung gelegen ist, möchte das BMWi das Programm zum 1. Januar 2019 starten. Die KfW weicht daher von der üblichen Ankündigungsfrist von 3 Monaten ab.

In diesem Zuge werden das KfW Energieeffizienzprogramm Abwärme (294) – gefördert durch das BMWi – und der entsprechende Investitionszuschuss (494) zum 31. Dezember 2018 eingestellt.

Antragsberechtigt für die neue Förderung sind gewerbliche und kommunale Unternehmen, freiberuflich Tätige sowie Contractoren, unabhängig von ihrer Umsatzgröße. Der maximale Kreditbetrag beträgt i. d. R. 25 Mio. EUR, die Kreditlaufzeit maximal 20 Jahre. Der Zinssatz kann bis zu 10 Jahre festgeschrieben werden. Gefördert werden Investitionen in die Anlagen- und Prozessmodernisierung in folgenden Modulen:

Modul 1: Querschnittstechnologien
  • Elektrische Motoren und Antriebe
  • Ventilatoren
  • Pumpen für die industrielle und gewerbliche Anwendung
  • Druckluftanlagen
  • Anlagen zur Abwärmenutzung bzw. Wärmerückgewinnung aus Abwasser
  • Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen
  • Frequenzumrichter
Modul 2: Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien
  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasseanlagen
  • Wärmepumpen
Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software

Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen (mit Einsparkonzept), wie z. B.:
  • Verfahrensumstellungen
  • Maßnahmen zur Abwärmenutzung
  • Maßnahmen an der Gebäudeanlagentechnik, sofern sie primär auf Prozesse zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten wirken
  • Bereitstellung von Prozesswärme und -kälte
  • Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess

Die technischen Mindestanforderungen stellt die KfW ab sofort und das verbindliche Muster für das Einsparkonzept rechtzeitig vor Programmstart im KfW-Partnerportal zur Verfügung.

Die Tilgungszuschüsse betragen für Maßnahmen aus Modul 1, 3 und 4 bis zu 30 % bzw. für Modul 2 bis zu 45 % der förderfähigen Investitions(mehr)kosten. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten in allen Modulen zusätzlich einen Bonus auf den Tilgungszuschuss in Höhe von 10 %.

In Modul 4 ist die maximale Förderung auf einen Betrag von 500 Euro pro eingesparter Tonne CO2 und Jahr bzw. für KMU auf 700 Euro pro eingesparter Tonne CO2 und Jahr begrenzt.

Der maximale Tilgungszuschuss-Betrag pro Vorhaben beläuft sich im Modul 1 auf 200 000 Euro und in den Modulen 2 bis 4 auf 10 Mio. Euro.

www.kfw.de